Netzwerkkonfiguration
Translated by Sebastian Schindler- DE
07/03/07

 




Heutzutage liefern die meisten Linux Distributionen ihr eigenes Werkzeug mit, um Netzwerk und Internetzugang einzurichten.

Dreamlinux bringt zwei Scripte mit, die Ihnen diese Aufgabe erleichtern.
Dennoch ist es nie verkehrt, wenn man weiss, wie man von Hand "nacharbeiten" kann, wenn einmal nicht alles so läuft, wie es soll.

In den folgenden Beispielen wollen wir drei der gebräuchlichsten Arten, den PC ans Netzwerk/Internet anzubinden, näher betrachten:

1. Verbindung mit dem Internet über ADSL/PPPoE mit Anmeldung beim Provider.

2. Verbindung mit dem Netzwerk mit automatischer IP-Adress-Vergabe über DHCP.

3. Verbindung mit dem Netzwerk unter Verwendung statischer IP-Adressen.

In allen drei Fällen werden die Einstellungen in ein und derselben Datei gespeichert, und zwar in /etc/network/interfaces.

 



1. Verbindung über ADSL/PPPoE

Wenn Sie sich mit einem einzelnen PC über ein ADSL-Modem mit einem Internetprovider verbinden wollen, klicken Sie im Xfce-Menü auf "Einstellungen"-> "ADSL/PPPoE Konfiguration".

Die folgenden Fenster sind eigentlich selbsterklärend, Sie müssen lediglich den vom Provider vergebenen Benutzernamen und das Passwort eingeben und ansonsten immer nur auf "OK" klicken.





Um uns die entstandene Datei /etc/network/interfaces anzusehen, öffnen wir sie mit dem Texteditor ( Mousepad unter Xfce ).

Der Inhalt sollte folgendermaßen aussehen:

 

# Loopback
auto lo
iface lo inet loopback

auto dsl-provider
iface dsl-provider inet ppp
provider dsl-provider


pre-up /sbin/ifconfig eth0 up
pre-up /sbin/ifconfig eth1 up



Falls nach dem Neustart des Computers die Verbindung nicht automatisch hergestellt wird, können Sie folgendes Kommando
im Terminal ausführen:

sudo /etc/init.d/networking restart

Während der ADSL/PPPoE Konfiguration mit dem Assistenten haben Sie auch die Möglichkeit, ein Desktop-Symbol
zu erzeugen, das exakt das o.g. Kommando für Sie ausführt:




2. Verbindung mit dem Netzwerk per DHCP

Dies ist die einfachste Art der Verbindung. Sie setzt aber voraus, dass Sie im Netzwerk irgendwo einen DHCP-Server haben, der die angeschlossenen PCs mit den notwendigen Einstellungen, wie IP-Adresse, Standardgateway und Nameserver versorgt.
Die meisten DSL-Router bieten diese Funktionalität, meist ist sie dann auch per Default eingestellt.
Wenn Sie ein solches Gerät besitzen, klicken Sie im "DCP-Control Panel" auf "Network Admin". Im folgenden Fenster wählen Sie "Eigenschaften", setzen den Haken bei "Diese Verbindung aktivieren" und wählen bei Konfiguration "DHCP".
Klicken Sie auf "OK" und klicken Sie anschließend im Fenster "Netzwerkeinstellungen" auf "Aktivieren" und zum Schluss auf "OK".

Nun sieht die Datei /etc/network/interfaces folgendermaßen aus:


# Loopback
auto lo
iface lo inet loopback


auto eth0
iface eth0 inet dhcp


Wenn Sie mehrere Netzwerkkarten haben, achten Sie darauf, dass Sie während der Konfiguration im Netzwerkmanager das
richtige Interface gewählt haben oder ändern Sie in der interfaces-Datei eth0 auf eth1.

3. Verbindung mit dem Netzwerk mit fester IP-Adresse

Falls Ihr DSL-Router nicht als DHCP-Server arbeitet, oder Sie sich mit einem (Firmen-)Netzwerk verbinden wollen, in dem alle PCs feste IP-Adressen haben, gehen Sie folgendermaßen vor:

Öffnen Sie im "DCP-Control Panel" den "Network Admin", anschließend "Eigenschaften" und wählen "Statische IP Adresse".
Hier tragen Sie die IP-Adresse Ihres PCs, die Subnetzmaske (wird automatisch auf die meist richtige - 255.255.255.0 - eingestellt),
den Default Gateway und den oder die Nameserver ein. Fragen Sie gegebenfalls Ihren Provider oder Administrator nach den für
Sie gültigen Werten!





Nachdem Sie die Konfiguration gespeichert und das Interface aktiviert haben, sollte die interfaces-Datei wie folgt aussehen:

# Loopback
auto lo
iface lo inet loopback


#auto eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.0.123
netmask 255.255.255.0
broadcast 192.168.0.255
gateway 192.168.0.1



Wobei die hier genannten IP-Adressen natürlich nur ein Beispiel darstellen und in Ihrem Fall in der Regel anders lauten.

WICHTIG: Sie können, falls die Verbindung nicht korrekt aufgebaut wird, in jedem der o.g. Beispiele im Terminal folgendes Kommando ausführen, um die Netzwerkverbindung neu zu initialisieren:

sudo /etc/init.d/networking restart

Die interfaces-Datei kann auch noch anders aussehen, wenn man beispielsweise zwei Netzwerkkarten hat oder eine LAN- und eine WLAN-Verbindung.

Benutzen Sie aber, wenn Sie nicht viel Erfahrung haben, in jedem Fall zuerst den Assistenten, um Ihr Netzwerk einzurichten, bevor Sie die interfaces-Datei manuell verändern!


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